Tätigkeiten
| Venflons legen, Blut abnehmen |
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| PatientInnen untersuchen, PatientInnen aufnehmen |
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| OP-Assistenz |
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| Punktionen(Aszites, Pleura, etc.) |  |
| Nichtärztliche Tätigkeiten |
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| Eigene PatientInnen betreuen |
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| Chirurgische Wundversorgung |
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| Sonstiges |  |
Rahmenbedinungen
| Aufwandsentschädigung |
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| Essen gratis bzw. vergünstigt |  |
| OP-Unterkunft von Klinik gestellt/organisiert |  |
| Arbeitszeiten wurden eingehalten |
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Noten
| Gesamtnote |
2 |
| Team/Station |
2 |
| Kontakt zur Pflege |
2 |
| Integration in Team |
4 |
| Unterricht |
2 |
| Betreuung |
2 |
| Freizeit |
2 |
Sonstige Anmerkungen
Alles in allem war die Famulatur okay bis gut.
Vor ab anzumerken ist, dass es hier eine Aufwandsentschädigung von ca. 110 € pro Woche gibt und dass sowohl Unterkunft als auch 3 Mahlzeiten am Tag gratis sind.
Der Tag startet um 7 Uhr mit der Morgenbesprechung, danach ist es gewünscht, dass man mit auf Visite geht, obwohl das leider nicht sonderlich lehrreich ist. Einerseits da sehr leise gesprochen wird und man so kaum etwas akustisch verstehen kann und andererseits da die Pflege teilweise zum Beispiel mit einer Decke die Patientin bei einer Wundkontrolle verdeckt hat, so dass wir nichts sehen konnten - dann ist der Lerneffekt halt auch gleich null. Bei einzelnen Ärzten war die Visite wirklich gut und sinnvoll, in diesem Rahmen durfte ich einmalig sogar einen vaginalen Streifen entfernen.
Danach kann man entweder in den OP, eine der meist 3 Ambulanzen oder auf die Station gehen. In den Ambulanzen ist es unterschiedlich lehrreich je nachdem wer dort ist, wird sich Zeit genommen etwas zu erklären oder eher weniger. Aber überwiegend saß man einfach daneben und es wurde kaum etwas erklärt. Auf Nachfrage durfte ich an einem Tag ein paar Schwangere versuchen zu schallen, von selbst wäre aber niemand auf die Idee gekommen, dass einen Studenten probieren zu lassen.
Grundsätzlich war das Team und die Pflege sehr nett, besonders die Atmosphäre im OP ist als positiv hervorzuheben, hier wird man auch bei wenig Erfahrung sehr an die Hand genommen, was sehr angenehm war. Assistenzen werden vorrangig nur bei Sectios benötigt, andere OPs kann man sich natürlich auch anschauen, aber meiner Meinung nach ist hierbei der Lerneffekt nicht sehr groß.
In den 2 Wochen die ich hier verbracht habe, gab es einmal eine Fortbildung für Studierende und TurnusärztInnen durch den Primar.
Gemeinsam mit mir waren 3 weitere Famulanten da, was für eine Abteilung dieser Größe meiner Meinung nach echt grenzwertig ist, man musste sich schon ziemlich gut absprechen, damit jeder einen Platz irgendwo hatte.
Eine Geburt im Kreissaal zu begleiten war leider nicht wirklich möglich, teilweise weil die Hebammen nicht wollten und teilweise weil die Patientinnen nicht wollten, dass Studierende dabei sind. Man müsste sich wahrscheinlich sehr stark reinhängen, wenn man wirklich eine Geburt sehen will, aber mir wurde eher der Eindruck vermittelt, dass es von den Hebammen nicht erwünscht ist, auch wenn die Ärzte einen immer wieder ermutigen, es zu versuchen.
Der Tag endete mit der Mittagsbesprechung um 12.30 und danach kann man nach Hause gehen. Leider hat Braunau ausflugstechnisch nicht sehr viel zu bieten und auch die Unterkunft ist ein bisschen spartanisch gehalten mit Doppelzimmern mit Doppelbelegung und Dusche und WC am Gang.
Frühstück, Mittagessen und "Abendessen" sind zwar gratis, aber waren häufig nicht besonders gut. Als "Abendessen" hat man zu Mittag ein Sackerl bekommen, meist mit Gebäck und jede Menge Schinken/Käse, das war bis am Abend leider oft nicht mehr wirklich gut, sodasss ich oft selber im Supermarkt etwas besorgt habe, Lokale gibt es in Braunau nämlich kaum welche. Eine kleine Küche gibt es in der Unterkunft, aber dort habe ich nie jemanden gesehen bzw. hat dort nie wer gekocht.
Abschließend lässt sich sagen, dass die Famulatur in Ordnung war, aber leider nicht überragend bzw. besonders lehrreich.