Tätigkeiten
| Venflons legen, Blut abnehmen |
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| PatientInnen untersuchen, PatientInnen aufnehmen |
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| OP-Assistenz |
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| Punktionen(Aszites, Pleura, etc.) |  |
| Nichtärztliche Tätigkeiten |
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| Eigene PatientInnen betreuen |
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| Chirurgische Wundversorgung |
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| Sonstiges |  |
Rahmenbedinungen
| Aufwandsentschädigung |
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| Essen gratis bzw. vergünstigt |  |
| OP-Unterkunft von Klinik gestellt/organisiert |  |
| Arbeitszeiten wurden eingehalten |
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Noten
| Gesamtnote |
5 |
| Team/Station |
5 |
| Kontakt zur Pflege |
5 |
| Integration in Team |
5 |
| Unterricht |
5 |
| Betreuung |
4 |
| Freizeit |
5 |
Sonstige Anmerkungen
Die Famulatur an der Albert-Schweitzer-Klinik war eine tolle Erfahrung. Ich, Mitte 5. Jahr, war nie ein großer Fan von den Inneren und habe sie als Pflichtfamulatur ablegen müssen, doch am Ende meiner 3 Wochen fand ich es schade nicht noch länger zu bleiben.
Das Albert-Schweitzer-Klinikum gehört zum GGZ, Geriatrische Gesundheitszentren, und ist bisher nicht gerade überlaufen an Famulat:innen. Außer mir waren noch eine Famulatin, eine KPJlerin und eine Basisärztin im Haus. Ich war auf meiner Station anscheinend die erste Famulatin seit mehreren Jahren. Die Klinik bietet sowohl Famulaturen auf der Inneren als auch auch der Neuro an. Aus meiner Inneren Station gab es eine OA und 2 Stationsärztinnen, welche die insg. 28 Betten der Station versorgen. Die Patientinnen kommen meist nach unfallchirurgischen oder abdominellen Eingriffen oder seltener nach schwerem internistischen Notfall (z.b. AKI) aus den anderen Kliniken in Graz für 14-28 Tage auf die ASK. Dort werden sie mit Physio, Ergo etc. "aufgepeppelt", die Medikamente besser eingestellt und die anschließende Betreuung organisiert. Größere Notfälle werden hier nicht behandelt und sofort an die anderen Kliniken verschickt. Jedoch sieht man doch mehrmal die Woche spannende akut behandlungsbedürftige Fälle, vor allem bei den Neuaufnahmen (z.b. akuter art. Verschluss, Ausschläge, Exsikkose) . Einmal Wöchentlich findet eine Besprechung der Patientinnen mit allen Berufsgruppen der Station statt.
Das gesamte Team (Pflege, Ergo, Physio, Logo, Sozialarbeiterinnen, Ärztinnen) ist unheimlich nett und unterstützend. Die Blutabnahmen in der Früh sind freiwillig, die Pflege freut sich aber sehr über Unterstützung und die Patientinnen sind optimal zum üben (auch für Einsteiger:innen). Die meisten haben überraschend gute Venen, ein paar Herausforderungen sind auch dabei.
Im Allgemeinen geht es eher entspannt zu, was eine gute Lernatmosphäre erzeugt. Die OA hat sich mehrmals wöchentlich Zeit genommen um mit mir einen Fall/best. KH durchzusprechen und in den ärztl. Besprechungen wurde ich eingebunden. Eine Stationsärztin mit Talent zur Lehre hat sich meiner besonders angenommen. Bei ihr durfte ich am Ende meiner Famulatur selbstständig Aufnahmen machen, EKGs beurteilen, Pleura und Niere schallen, die Visite dokumentieren. Auch über Wundbeurteilung habe ich hier mehr gelernt als in 4 Wochen Ortho/Trauma.
Zusätzlich hatte ich meinen eigenen Computer mit Zugang zum KIS, genug Zeit mich auf die Aufnahmegespräche vorzubereiten und nochmal in Krankheiten einzulesen.
Der OA einer anderen Station hat mehrmals wöchentlich einstündigen Unterricht für die Studierenden + Basisärztin abgehalten, dies hat meinen Stationsalltag perfekt ergänzt.
Insg. war das meine lehrreichste Famulatur und ich empfehle sie besten Gewissens weiter, v.a. für nicht-Innere-Nerds oder als Einstieg.
Tagesablauf:
7:15/7:30 Blutabnahmen
8:00 Morgenbesprechung
ca. 8:40 ärztl. Besprechung innerhalb der Station
anschließend Visite bis ca. 10:30/11:00
dann kleinere Tätigkeiten, Aufnahmen mit selbstständiger Anamnese und Status, EKG beurteilen, Venflons legen, unterbrochen von Mittagessen um 12:15
Dienstende 15:30, aber kein Problem wenn man mal früher gehen muss